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LebensWelt-Expert:innen

StadtGesundheit bedeutet: Städte sollen gesund und gerecht für alle Menschen sein. Alle Menschen sollen gute Chancen auf Gesundheit und Teilhabe haben. In vielen Städten ist das aber noch nicht gut umgesetzt. Dabei gibt es bereits Wissen und Ideen, wie Städte gesünder und gerechter gestaltet werden können.
Besonders in alten Industrieregion und dort in sozial benachteiligten Stadtteilen gibt es oft Probleme und Herausforderungen. Menschen haben dort häufig schlechtere Gesundheitschancen, weniger Möglichkeiten zur Teilhabe und leben oft in einer schlechteren Umwelt. Gleichzeitig gibt es dort aber auch viele Erfahrungen und Ideen im Umgang mit sozialen Problemen und schwierigen Lebenssituationen. Damit sind die Erfahrungen diese Menschen eine wichtige Chance für große Veränderung hinzu einer umweltfreundlicheren und gerechteren Welt.
Der Ansatz LebensWelt-Expert:innen entwickelt von der Hochschule Bochum soll helfen diese Chance nutzen.
Gemeinsam mit der Universität Bremen kann im Projekt ICUH-LebensWelt-Expert:innen, das zum großen Projekt InnovationsCommunity Urban Health gehört, drei Jahre der neue Ansatz weiterentwickelt und getestet werden.

  • Wichtige Teile des Projekts sind:
  • Menschen als LebensWelt-Expert:innen gewinnen und qualifizieren,
  • Netzwerke von LebensWelt-Expert:innen im Ruhrgebiet und in Bremen/Bremerhaven aufbauen und stärken,
  • Weiterbildungskonzept und Kompetenzentwicklung aufzubauen, zu erproben und zu evaluieren.

Dabei sind LebensWelt-Expert:innen Menschen mit wichtigen Erfahrungen aus ihrem Alltag und ihrem Lebensumfeld. Dieses Wissen soll stärker in Forschung, Praxis und Lehre einbezogen werden. So sollen bessere Lösungen für gesunde und gerechte Städte entstehen.
In der Weiterbildung erwerben die Teilnehmenden neue Fähigkeiten sowie zusätzliche Kompetenzen.  Sie lernen unterschiedliche Wissensformen, Methoden und Werkzeuge kennen und anzuwenden. LebensWelt-Expert:innen werden dazu befähigt, ihr Erfahrungswissen strukturiert weiterzugeben, beispielsweise an Einzelpersonen, Gruppen oder Institutionen.
Dabei vertreten sie die Perspektiven ihrer eigenen Lebenswelt und engagieren sich aktiv für die Belange ihrer Community. Die Teilnehmenden entwickeln die Fähigkeit zur Reflexion ihrer eigenen Erfahrungen sowie der ihrer Community. Ein zentrales Ziel der Weiterbildung ist die Stärkung der Teilnehmenden im Sinne von Selbststärkung. Oft wird der Begriff Empowerment dafür verwendet.  Die erworbenen Kenntnisse und Kompetenzen sollen nachhaltig wirken, indem sie auch über die Projektlaufzeit hinaus an andere weitergegeben werden können.

In einfacher Sprache formuliert und angelehnt an
https://urbanhealth-digispace.de/icuh_experimentierraeume/

Kontakt

E-Mail: icuh(ad)urbanhealth-digispace.de

Hochschule Bochum
Fachbereich Gesundheitswissenschaften
Standort Gesundheitscampus
Gesundheitscampus 6-8
44801 Bochum